Die Bedeutung der Vagusnerven für Geschmack und Gesundheit

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In der Welt der Neurowissenschaften gibt es einen Nerv, der eine Schlüsselrolle in unserer allgemeinen Gesundheit und insbesondere in unserem Geschmacksempfinden spielt: der Vagusnerv.

Dieser Nerv, der sich in zwei Äste aufteilt – den linken und den rechten Vagusast –, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres parasympathischen Nervensystems.

Er übermittelt Informationen zwischen dem Gehirn und verschiedenen Körperorganen, darunter auch dem Darm, und beeinflusst somit zahlreiche Körperfunktionen.

Was viele nicht wissen: Im Laufe unseres Lebens verändern sich die Aktivitäten dieser Nervenäste, was sich unter anderem auf unser Geschmacksempfinden auswirkt.

Viele ältere Menschen stellen fest, dass Essen nicht mehr so gut schmeckt wie früher. Dies liegt jedoch nicht daran, dass das Essen weniger Nährstoffe enthält, sondern an einer Veränderung in der Funktionsweise unserer Nerven.

Insbesondere der linke Vagusast wird im Alter aktiver, während der rechte, der unter anderem für Regeneration und soziale Interaktion verantwortlich ist, inaktiver wird.

Wir befassen uns hier mit dieser Studie.

Dieser Artikel wird sich eingehend mit diesen faszinierenden Zusammenhängen befassen, um ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse zu ermöglichen.

Im Folgenden werde ich die Grundlagen der Vagusnerven und deren Funktionen detailliert erläutern.

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Funktion / Vagusast Linker Vagusast (LNG) Rechter Vagusast (RNG)
Rolle im Körper Regulierung des Sättigungsgefühls und Hungerkontrolle Förderung von Wohlbefinden und sozialen Interaktionen
Reaktion auf Nahrungsaufnahme Erzeugt Sättigungsgefühl durch Dehnung des Magens Beeinflusst die Vorliebe für nährstoffreiche Nahrung
Gehirnaktivierung Aktiviert Gehirnregionen für Energiehaushalt Aktiviert Bereiche für Belohnung und Genuss
Veränderungen im Alter Wird aktiver, führt zu schnellerer Sättigung und abnehmendem Geschmacksempfinden Wird inaktiver, beeinflusst soziales Verhalten und Interesse an Nahrung
Auswirkungen auf das Geschmacksempfinden Abnehmende Sensibilität für Geschmacksnuancen Verringertes Interesse an Nahrung und Genusserlebnis

Grundlagen der Vagusnerven

Funktionen und Bedeutung im Nervensystem

Der Vagusnerv, auch als zehnter Hirnnerv bekannt, ist ein wesentlicher Bestandteil des parasympathischen Nervensystems. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung autonomer Körperfunktionen.

Dazu gehören die Regulation der Herzfrequenz, die Kontrolle der Verdauung und die Beeinflussung der Immunreaktion. Als einer der längsten Nerven des autonomen Nervensystems verbindet er das Gehirn mit vielen wichtigen Organen, einschließlich Herz, Lunge und Darm.

Einen enorm wichtigen Einfluss hat der Vagusnerv auf die Herzratenvariabilität (HRV). Diese dient als Indikator für die Selbstheilfähigkeiten des Körpers.

Ist die HRV gering, so leidet man unter Stress, Anspannung, schlechtem Schlaf und schlechter Wundheilung.


Ist sie hoch so ist meistens das Gegenteil der Fall.

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Aspekt Beschreibung Einfluss des Vagusnervs
HRV und autonome Regulation HRV ist ein Indikator für die Balance des autonomen Nervensystems und die Anpassungsfähigkeit des Herzens an wechselnde Anforderungen. Der Vagusnerv fördert die parasympathische Aktivität, was zu einer erhöhten HRV führt und eine schnellere Erholung nach Stress signalisiert.
Reaktion auf Stress Bei Stress reagiert das sympathische Nervensystem, was zu einer Verringerung der HRV führt. Der Vagusnerv hilft bei der Modulation der Stressreaktion und unterstützt die Wiederherstellung der HRV nach stressigen Ereignissen.
Gesundheitsindikator Eine hohe HRV wird allgemein mit guter kardiovaskulärer Gesundheit und Stressresistenz in Verbindung gebracht. Stärkere vagale Aktivität, die zu einer erhöhten HRV beiträgt, gilt als Zeichen guter Gesundheit und Resilienz.

Unterschiede zwischen dem linken und rechten Vagusast

Der Vagusnerv teilt sich in zwei Äste: Den linken und den rechten Vagusast. Jeder dieser Äste hat spezifische Funktionen und Eigenschaften.

  • Der linke Vagusast tendiert dazu, stärker in Prozesse involviert zu sein, die mit der Sättigung und der Signalisierung von Fülle zu tun haben. Er spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Gefühls der Völle nach dem Essen und hilft dem Körper zu erkennen, wann er genug Nahrung aufgenommen hat.
  • Der rechte Vagusast hingegen ist stärker mit dem Wohlbefinden und der sozialen Interaktion verbunden. Er beeinflusst Funktionen, die mit Entspannung, Regeneration und der Förderung sozialer Bindungen zusammenhängen. Dieser Ast hat auch eine wichtige Funktion bei der Vorliebe für nährstoffreiche Nahrung und ist damit entscheidend für die Auswahl und das Genießen von Nahrungsmitteln.

Vital Generation Theorie

Kommt es etwa daher, dass im Alter immer alles fader wird und die Selbstheilung erheblich nachlässt, wohingegen einige wenige anscheinend nicht so stark betroffen sind?

Vielleicht, da ihr rechter Vagusnerv länger “intakt” bleibt?


Veränderungen im Alter

Abnehmendes Geschmacksempfinden und die Rolle des linken Vagusastes

Mit dem Alter treten verschiedene Veränderungen in unserem Körper auf, darunter auch eine Veränderung in der Funktionsweise der Vagusnerven.

Besonders auffällig ist die Abnahme des Geschmacksempfindens bei älteren Menschen. Diese Veränderung ist nicht auf eine Abnahme der Qualität oder Nährstoffdichte der Nahrung zurückzuführen, sondern auf eine Veränderung in der Aktivität der Vagusnerven, insbesondere des linken Vagusastes.

Im Laufe der Zeit wird der linke Vagusast aktiver.

Dies führt dazu, dass das Gefühl der Sättigung schneller eintritt und die Sensibilität für Geschmacksnuancen abnimmt.

Das bedeutet, dass ältere Menschen oft weniger von den Geschmacksnoten in Lebensmitteln wahrnehmen, was zu einem verminderten Genusserlebnis führt. Dies kann auch erklären, warum einige ältere Menschen weniger Interesse an Essen und Nahrungsaufnahme zeigen.

Der inaktive rechte Vagusast und seine Auswirkungen

Gleichzeitig wird der rechte Vagusast, der für Regeneration und soziale Interaktionen zuständig ist, im Alter inaktiver. Dies kann nicht nur Auswirkungen auf das soziale Verhalten und das allgemeine Wohlbefinden haben, sondern auch das Interesse an Nahrung und das Genießen von Mahlzeiten beeinträchtigen.

Eine reduzierte Aktivität des rechten Vagusastes könnte somit eine geringere Vorliebe für nährstoffreiche Nahrung und eine verringerte Fähigkeit, Freude am Essen zu empfinden, zur Folge haben.

Was das die Studie nicht untersucht hat, was aber mit der neuen Erkenntnis über den Geschmackseinfluss des Vagus übereintrifft, ist das abnehmende Glücksgefühl im Alter, welches sehr wohl auch mit Geschmack in Verbindung gebracht werden kann.

Es ist also nicht nur eine “Abstumpfung”, die im Alter stattfindet, sondern ein mit dem Nervensystem komplex zusammenhängendes Thema.

Polyvagaltheorie und ihre Verbindung zu den Vagusnerven

Einführung in die Polyvagaltheorie

Die Polyvagaltheorie (lese unbedingt hier mehr über die Polyvagaltheorie, um ein tieferes Verständnis über dieses spannende Thema zu erlangen), entwickelt von Dr. Stephen Porges, ist ein bedeutender Beitrag zum Verständnis des autonomen Nervensystems, insbesondere der Funktion des Vagusnervs.

Diese Theorie bietet einen tiefgreifenden Einblick in die Art und Weise, wie unser Nervensystem auf Stress reagiert und wie es soziale Interaktionen und emotionale Regulation beeinflusst.

Zusammenhang mit den Vagusnerven

Die Polyvagaltheorie betont die Bedeutung des Vagusnervs für die Regulation des autonomen Zustands und für soziales Engagement.

Nach dieser Theorie spielt der Vagusnerv eine zentrale Rolle bei der Steuerung unserer Reaktionen auf sich ändernde Umgebungen, sowohl in Bezug auf Stress als auch auf soziale Interaktionen. Dies schließt auch die Regulation des Essverhaltens und des Geschmacksempfindens ein.

Auswirkungen auf das Geschmacksempfinden

Die Theorie legt nahe, dass der Zustand unseres autonomen Nervensystems, insbesondere die Aktivität des Vagusnervs, einen direkten Einfluss auf unser Geschmacksempfinden hat. Mit zunehmendem Alter und den damit verbundenen Veränderungen in der Funktion der Vagusnerven – insbesondere der erhöhten Aktivität des linken Vagusastes und der verminderten Aktivität des rechten – verändert sich auch unsere Wahrnehmung von Geschmack. Dies führt dazu, dass ältere Menschen oft ein reduziertes Geschmackserlebnis haben.


Forschungsergebnisse zur asymmetrischen Steuerung der Nahrungsaufnahme

Asymmetrische Steuerung durch vagale sensorische Neuronen

Die oben erwähnte Studie von Alan Moreira de Araujo und Kollegen hat bedeutende Erkenntnisse über die asymmetrische Steuerung der Nahrungsaufnahme durch die links- und rechtsseitigen vagalen sensorischen Neuronen geliefert. Diese Forschung liefert wichtige Einblicke in die unterschiedlichen Rollen, die der linke und rechte Vagusast bei der Regulierung des Essverhaltens spielen.

Spezifische Funktionen der linken und rechten vagalen sensorischen Neuronen

  • Linke vagale sensorische Neuronen (LNG): Diese Neuronen sind entscheidend für das Sättigungsgefühl, das durch die Dehnung des Magens während der Nahrungsaufnahme ausgelöst wird. Sie sind somit zentral für die Regulierung des Hungergefühls und das Erreichen eines Sättigungszustandes.
  • Rechte vagale sensorische Neuronen (RNG): Diese Neuronen sind für die Vorliebe für nährstoffreiche Nahrung zuständig. Sie beeinflussen die Auswahl und das Genießen von Lebensmitteln, indem sie Bereiche im Gehirn aktivieren, die mit Belohnung und Genuss assoziiert sind.

Implikationen für die Gesundheitsforschung

Die Entdeckungen über diese asymmetrische Steuerung öffnen neue Perspektiven für die Behandlung von Stoffwechsel- und neuropsychiatrischen Erkrankungen. Die gezielte Beeinflussung dieser spezifischen vagalen Pfade könnte in der Zukunft dazu beitragen, das Essverhalten und die Energiebalance effektiver zu regulieren.


Fazit und Ausblick

Zusammenfassung der Erkenntnisse

Die Rolle der Vagusnerven, insbesondere die unterschiedlichen Funktionen des linken und rechten Vagusastes, ist von entscheidender Bedeutung für unser Geschmacksempfinden und allgemeines Wohlbefinden. Die im Alter auftretenden Veränderungen in der Aktivität dieser Nervenäste führen zu einer Abnahme des Geschmacksempfindens.

Die Polyvagaltheorie bietet einen wertvollen Rahmen für das Verständnis dieser Phänomene.

Zudem liefern aktuelle Forschungsergebnisse aufschlussreiche Informationen über die spezifischen Rollen der vagalen sensorischen Neuronen in der Regulation der Nahrungsaufnahme.

Marvin ist ein Gesundheitsexperte für die ganzheitliche Therapie zur Stärkung der Selbstheilung. Mit seinem tiefen Verständnis für die biochemischen Prozesse des menschlichen Körpers, die für die Heilung notwendig sind, liest er Gesundheitsartikel auf Vital Generation Korrektur und verfasst selbst neue Artikel zu Themen wie Verjüngung, Selbstheilung, Schlaf und Nervensystem. Er steht in engem Kontakt mit anderen Ärzten, Wissenschaftlern und Herausgebern brandaktueller Gesundheitsthemen, die monatlich über 97.000 Besuchern auf Vital Generation präsentiert werden.

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Danke für die tollen Vagusnerv Tipps.🥰🥰
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